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Ausgangslage

Im Wintersemester 2011/12 waren an der Hochschule Coburg 4.274 Studierende eingeschrieben. Das bedeutet eine Zunahme von mehr als 25 Prozent in den letzten fünf Jahren. Die Zahl der AbsolventInnen hat sich in diesem Zeitraum verdreifacht. Die Stärke der Hochschule, das breite Fächerangebot aus verschiedensten Fachbereichen, stellt gleichzeitig eine Herausforderung dar. In den grundständigen Studiengängen der Fakultäten Wirtschaftswissenschaften, Soziale Arbeit und Gesundheit sowie Design steigen die Studierendenzahlen kontinuierlich an. Die Betreuungsrelation Lehrende/Studierende der Studiengänge, die am Coburger Weg teilnehmen, lag 2011 bei 1:36, in der Fakultät Wirtschaftswissenschaften sogar bei 1:43. Bezüglich der Hochschulzugangsberechtigung sinkt seit 2001 der Anteil der klassischen Fachhochschulreife. Stattdessen schreiben sich mehr und mehr Studierende mit einem fachspezifischen FOS-Abschluss oder einer ausländischen Hochschulzugangsberechtigung ein. Zudem werden die Studienanfänger immer jünger.

Innerhalb Ihres humanistischen Leitbildes vom 19.11.2010 hat sich die Hochschule Coburg zu zehn Themengruppen bekannt, die menschliche Bedürfnisse repräsentieren. In Bezug auf die Lehre zählen zu den zentralen Elementen:

  • – hohe Projektanteile,
  • – didaktische Weiterentwicklung von Lehrmethoden,
  • – individuelle Unterstützungsangebote,
  • – evaluationsgestützte und bereichssensitive Qualitätsentwicklung,
  • – ganzheitliche und interdisziplinär ausgerichtete Bildung mit kulturellen Bezügen.

Das breite Fächerangebot der Hochschule Coburg bildet dabei ein hervorragendes Fundament für eine interdisziplinäre Ausbildung. Zudem sind studienbegleitende Projekte als moderne Lernformate bereits etabliert. Allerdings ist ihre Ausrichtung oft nur wenig fächerübergreifend ausgelegt. Spezifische Fragestellungen werden daher meist aus der Perspektive der eigenen Profession heraus betrachtet und weniger in einem breiter angelegtem Kontext. Ebenso studiengangsbezogen resp. losgelöst von basiswissenschaftlichen Standpunkten werden Schlüsselkompetenzen und kulturelle Bildung angeboten. Der fachübergreifende Kontakt mit KommilitonInnen anderer Fakultäten erfolgte für Coburger Studierende bislang nur punktuell.

In naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen existieren bereits individuelle Unterstützungsangebote, wie beispielsweise Nachwuchsförderung. Andere Fächergruppen sollen diesem Beispiel folgen. Auch ist die Ausweitung der bereits bestehenden Evaluierungsmaßnahmen für eine qualitative Weiterentwicklung von Studium und Lehre von Bedeutung.

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