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10.03.2016 – Noch mehr Bewegung für die Kleinsten

Hüpfen, klettern, balancieren, die Kinder der Kindertagesstätte „Campuszwerge“ sind mächtig in Bewegung. Neben Bällen, Tunneln und sogar Luftballons ergänzt nun ein weiteres Spielgerät das Repertoire der Kindertagesstätte. Der TV Ketschendorf sponsort eine neue dreiteilige Weichbodenmatte. Christina Anders, Leiterin der „Campuszwerge“ ist begeistert: „Die Matte ist für unser Haus eine große Bereicherung“.

Auch Sophia Hoydem freut sich über das neue Spielelement. Seit einigen Monaten führt die Studentin der Sozialen Arbeit im Rahmen des sogenannten „BAERchen-Projekts“ der Bayerischen Sportjugend (BSJ) und ihres Kooperationspartners BKK einmal wöchentlich ein Bewegungsprogramm mit Kindern der Kinderkrippe durch. BAERchen, das steht für Bewegung, Aufklärung, Ernährung und Ressourcen und wurde ursprünglich für die Altersgruppe der 3- bis 6-jährigen entwickelt. Das darauf aufbauende Coburger Konzept ist ein bayernweites Pilotprojekt mit 1- bis 3-jährigen. Im Mittelpunkt stehen dabei Prävention und Gesundheitsförderung durch Bewegungs- und Ernährungserziehung. Drei bis sechs Kinder beschäftigt Sophia Hoydem im Schnitt. Das wöchentliche Programm entwickelt sie eigenständig und bespricht es vor und nach den Übungen jeweils mit einer Erzieherin. „Die Kinder haben großen Spaß dabei und können ihre Grenzen austesten“, so die Studentin.

Zur Übergabe der Matte kam neben Luise Pusch, ehemalige Vorsitzende der BSJ im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) für den Bezirk Oberfranken, und Jürgen Rückert, Vorsitzender des Kreisjugendrings Coburg, auch Dr. Susanne Bott in die „Kita“ der Hochschule Coburg. Gemeinsam mit der Sozialpädagogin Sandra Neubert leitet sie regelmäßig das zweisemestrige Coburger-Wegs-Projekt „Sport-, bewegungs- und körperorientierte Sozialarbeit in Coburg“, an dem auch Sophia Hoydem teilnahm. Darin führen die Studierenden mit rund einem Dutzend externer Projektpartner selbst konzipierte Sportprogramme durch und erwerben die Übungsleiterlizenz/C-Breitensport beim BLSV. Sophia Hoydem entschloss sich anschließend, das seit 2014 laufende BAERchen-Konzept bei den „Campuszwergen“ ehrenamtlich fortzuführen. Aktuell im Praxissemester, wird sie dafür sogar von ihrem Arbeitgeber freigestellt.

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Freuen sich über die neue Spielmatte: Dr. Susanne Bott, Christina Anders, Luise Pusch, Sophia Hoydem, Jürgen Rückert (v.l.) mit Kindern der Hochschul-Kindertagesstätte „Campuszwerge“

Ab kommendem Sommersemester wird das Projekt von Susanne Bott und Sandra Neubert gleich in doppelter Ausführung angeboten. Damit verbunden ist auch die Hoffnung, dass sich weitere Studierenden finden, die im Bewegungsprogramm der Kindertagesstätte mitarbeiten wollen. Für das weitere Sponsoring ist bereits gesorgt: Mit dem TV 1848 Coburg e.V. wird ein treuer Projektpartner den TV Ketschendorf ablösen und den „Campuszwergen“ auch im nächsten Jahr wieder insgesamt 500 Euro für die Anschaffung von Kleingeräten zur Verfügung stellen. Zudem wird die Freiburger Firma Lexware (http://shop.lexware.de/kaufmaennische-komplettloesungen), Hersteller für Unternehmenssoftware, das Projekt, wie auch weitere Projekte des Coburger Wegs, finanziell unterstützen.

 

07.03.2016 – Workshop-Reihe zu Studium und Berufswelt

Rund 50 Vertreter von Hochschulen und Universitäten aus ganz Deutschland kamen zu einem Workshop an die Hochschule Coburg, um sich über Maßnahmen und Ideen im Bereich fachübergreifender Lehre auszutauschen.

Den Übergang vom Studium in die Berufswelt fließend und erleichternd zu gestalten – wie das gehen kann thematisiert aktuell eine Workshop-Reihe im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Fünf Hochschulen und Universitäten in Deutschland wurden ausgewählt je einen Workshop auszurichten, darunter die Humboldt-Universität zu Berlin, die Hochschule für Musik und Theater Hamburg, die Universität Münster, die Hochschule Kaiserslautern und die Hochschule Coburg. Sie alle legen im Rahmen von Qualitätspakt Lehre Projekten eigene Schwerpunkte auf den Ausbau von Berufsfähigkeit, Praxisbezugs sowie den Übergang Studium-Beruf.

Für den Coburger Workshop mit dem Titel „Berufsfähigkeit steigern: Interdisziplinäre Kompetenzen für die Praxis“ erstellten Dr. Claudia Schlager und Franziska Pfefferkorn Konzept und Programm der zweitägigen Veranstaltung, sie übernahmen zudem die Gesamtorganisation und stimmten sich regelmäßig inhaltlich mit den Co-Ausrichtern ab. „Bei der gemeinsamen Themenkonkretisierung mit den anderen vier Hochschulen waren sich alle Beteiligten sehr schnell einig, dass beim Workshop an der Hochschule Coburg die interdisziplinären Lehrformate des „Coburger Wegs“ und insbesondere die Praxisbezüge der zweisemestrigen Lehrprojekte im Fokus stehen sollten“, so Claudia Schlager.

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Veranstaltungsort war der Campus Design der Hochschule Coburg (Bild: Frank Wunderatsch)

Den inhaltlichen Einstieg übernahm der Coach und Organisationsberater Eberhard Jung, der insbesondere den Aspekt der fachübergreifenden Kommunikation in den Mittelpunkt rückte. Als Kernstück der von Prof. Dr. Jürgen Krahl moderierten Veranstaltung fungierten insgesamt vier Unterworkshops, die sich mit der Vermittlung fachübergreifender Fähigkeiten, Chancen und Akquise von interdisziplinären Praxisprojekten sowie der Förderung schrift- und fachsprachlicher Kompetenzen beschäftigten. Von den Organisatoren konnten als Workshop-Leiter Prof. Dr. Eberhard Nöfer, Prof. Dr. Eckardt Buchholz-Schuster, Prof. Dr. Marc Krüger, Prof. Dr. Petra Gruner und Dr. Regina Graßmann gewonnen werden.

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Einer von insgesamt vier Unter-Workshops, hier abgebildet: „Interdisziplinäre Kompetenzen – Welche sind das und wie kann man sie vermitteln?“, Prof. Dr. Marc Krüger (Mitte) und Prof. Dr. Eckardt Buchholz-Schuster (Bild: Frank Wunderatsch)

Auch darüber hinaus bot sich den Teilnehmern viel Raum für den gemeinsamen Ideenaustausch: Poster-Präsentationen ermöglichten es den Gästen, ihre Vorhaben dem Plenum vorzustellen; das Referat Gesunde Hochschule lud zu einer bewegten Kaffeepause ein und der Historiker Dr. Hubertus Habel erkundete mit den Teilnehmern auf einem abendlichen Spaziergang die Stadt Coburg. Und auch die studentische Perspektive kam nicht zu kurz: Studierende der Versicherungswirtschaft und des Bauingenieurwesens sowie zwei Doktorandinnen der FAU Erlangen und des TAC diskutierten vor Publikum ihre Sicht auf fachübergreifende Lehre und berufspraktische Erfahrungen.

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Studierende diskutierten im Rahmen einer Podiumsdiskussion über Praxiskompetenzen im Studium: Prof. Dr. Jürgen Krahl (Moderation), Linhard Langenstein, Annika Clarner, Maria Heß und Kristin Götz (v.l.) (Bild: Frank Wunderatsch)

Prof. Dr. Buchholz-Schuster hob die besondere Atmosphäre der Tagung in seinen Schlussworten hervor: „Man hat hier das Gefühl, mit Überzeugungstätern zusammen zu sein, die große Aufgeschlossenheit gegenüber interdisziplinärer Lehre mitbringen.“ Um sich auf das Thema Interdisziplinarität einzulassen, brauche es den Mut, aufeinander einzugehen und ein gewisses Maß an Demut, den eigene Standpunkt immer wieder in Frage zu stellen. „Probieren Sie das ein oder andere angesprochene Format in Ihrer Lehre aus“, forderte er seine Kollegen auf. Denn nicht nur Studierende, auch Lehrende sind durch die vielfältigen Maßnahmen zur Stärkung der Berufsfähigkeit an deutschen Hochschulen täglich auf einem Weg des Lernens unterwegs.

Mehr Informationen zur Workshop-Reihe gibt es HIER.

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