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29.06.2017 – Wandern mit Schafen

Studierende überreichen Landrat Michael Busch (2.v.l.) ihre Ideen zur Neukonzipierung des Museums

Ein Projekt der Hochschule Coburg ermöglicht Studierenden intensive Einblicke in die Museumsarbeit von heute. In Kooperation mit der Alten Schäferei Ahorn entwickelten sie Konzepte zur Kulturvermittlung, die das Museum für Besucher noch attraktiver machen sollen.

Eine Wanderung über Streuobstwiesen und Felder, dazwischen das Gerätemuseum Ahorn besuchen, den See umrunden in dem früher die Schafe gewaschen wurden und unterwegs mehr über die Arbeit von Hirten erfahren – ein Rundweg um die Alte Schäferei Ahorn könnte dieses Erlebnis möglich machen. Ausgedacht haben sich das Konzept Studierende der Hochschule Coburg. Sie legten den Fokus speziell auf Kinder- und Familienfreundlichkeit und überlegten sich auch, wie so ein Wanderweg gekennzeichnet werden kann. Die Lösung: Durch ein visualisiertes Schaf, das die Besucher von einer Station zur nächsten führt und sie mit Informationen versorgt.

Der Wanderweg ist eines von insgesamt zehn studentischen Konzepten, die im Rahmen des interdisziplinären Projekts „Versunkene Welten, verstaubte Ecken – wie Arbeit und Ordnung funktionieren“ in Kooperation mit der Alten Schäferei Ahorn entstanden sind. Unter Leitung von Prof. Dr. Christian Holtorf und Birgit Stubner M.A., Leiterin des Referates Didaktik und Medien, besuchten Studierende der Studiengänge Soziale Arbeit, Integrative Gesundheitsförderung, Betriebswirtschaft und Bauingenieurwesen mehrmals das Museumsareal, um ein Gespür für die Bedeutung eines Museums und die hier anfallenden regelmäßigen und besonderen Aufgaben zu entwickeln. Aus dieser Perspektive sind dann kreative Vorschläge zur Neukonzipierung entstanden, die das Ziel verfolgen, verschiedene – auch neue – Zielgruppen auf das Museum aufmerksam zu machen und dessen Attraktivität zu steigern.

Abschließend kamen die Studierenden gemeinsam mit Landrat Michael Busch, Museumsmitarbeitern, dem Förderverein und Verantwortlichen der Hochschule in Ahorn zusammen und präsentierten ihre Ergebnisse. Neben dem Wanderweg etwa ein Fotokalender als Werbegeschenk, Seminarangebote für Firmen oder Imagefilme für die Homepage. Alle Konzepte wurden anschließend an Landrat Michael Busch übergeben. „Wir haben mit diesem Projekt junge Menschen angesprochen und konnten sie so an die Museumsarbeit heranführen“, so Busch, der den Studierenden jede Menge Tipps für Sponsoren und Ansprechpartner mit auf den Weg gab. Und auch die Museumleiterin Dr. Chris Loos ist an einer Umsetzung der Konzepte interessiert. Vielleicht schon nächstes Jahr im Rahmen einer Neuauflage des Hochschulprojekts.

Weitere Informationen zur Alten Schäferei unter http://www.geraetemuseum-ahorn.de/. Ehrenamtliche Mitarbeiter sind herzlich willkommen!

 

22.06.2017- Neuer Ideenwettbewerb für innovative Lehre

Der neu ins Leben gerufene Innovationsfonds der Hochschule Coburg fördert kreative Projekte in den Bereichen Lehr-, Lern- und Prüfungsformate. Auf zwei großen Informationsveranstaltungen wird der Fonds nun vorgestellt, der Startschuss erfolgte gestern auf dem Campus Design.

Bestehende Lehrformate aufbrechen, neue Denkweisen fördern und innovative Formate austesten: Jurymitglieder des neuen Innovationsfonds der Hochschule appellierten auf der Auftaktveranstaltung am Campus Design an die anwesenden Studierenden, sich mit ihren Ideen um Fondsmittel zu bewerben und damit ihr Studium nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. „Wir hoffen auf die Innovationskraft der Studierenden – dass Sie uns zeigen, was alles möglich ist“, so Prof. Dr. Petra Gruner, Jurymitglied und Leiterin der AG Innovation. Für Lehrende und Studierende bietet der Fonds eine Möglichkeit, Lehr-/Lernprojekte zu entwickeln und durchzuführen, um diese am Ende vielleicht sogar in Lehrpläne zu integrieren.

Stratschuss zum Innovationsfonds: Studierende und Mitglieder des jungen DBSH Coburg lockten die Besucher mit frischen Waffeln

Der Innovationsfonds ist Bestandteil des Projekts „Der Coburger Weg“, steht jedoch allen Bachelor- und Masterstudiengängen offen. Pro Semester werden rund 35.000 Euro Fördermittel ausgeschüttet, das Gesamtvolumen beläuft sich auf 210.000 Euro bis zum Jahr 2020. Der Bewerbungszeitraum für das kommende Wintersemester startet am 17.10.2017. Über die zu fördernden Projekte entscheidet eine Jury aus Mitgliedern der Hochschule und Externen; bei kleineren Beträgen gilt das Windhundprinzip.

Gerahmt wurde die Veranstaltung durch eine Poster- und Filmausstellung, die Best-Practice-Beispiele aus Innovationsfonds anderer Hochschulen zeigte. Darunter Braunschweig, Bochum, Hamburg, Köln und Aachen. Das Aachener Projekt „ArchitekTouren“, in dem Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens eine filmische Lerndatenbank zu Tragwerkskonstruktionen aufbauen, stellte die Initiatorin, Prof. Dr. Carolin Stapenhorst, am Campus Design persönlich vor.

Prof. Dr. Carolin Stapenhorst (RWTH Aachen) präsentierte ihr Projekt „ArchitekTouren“

Die zweite Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, 28.06.2017, in der Säulenhalle auf dem Campus Friedrich Streib statt. Der Kartograph Frederik von Reumont präsentiert ein Innovationsprojekt der Universität zu Köln: Studierende vermitteln und hinterfragen dort geographisches Wissen durch selbst entworfene Comics. Neben Informationen zu Förderkriterien und Antragsstellung gibt es auch wieder eine kleine Ideenausstellung.

Links:

Weitere Informationen zum Innovationsfonds
Flyer „Innovation fördern“
Antragsformular
Projekt „ArchitekTouren“ der RWTH Aachen

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