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02.02.2017 – Writing Fellows unterstützen ab Sommer 2017 beim wissenschaftlichen Schreiben

Für das Writing-Fellow-Konzept wurden die Schreibzentren der Goethe-Universität Frankfurt (Main) und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) im August 2014 mit einem Preis des Stifterverbands („Hochschulperle“) ausgezeichnet. Ein Workshop legte nun den Grundstein für die Umsetzung dieses Konzepts an der Hochschule Coburg.

Dr. Stephanie Dreyfürst von der Goethe Universität Frankfurt (Main) stellte ihr Konzept der „Writing Fellows an der Hochschule Coburg vor

Writing Fellows, das sind schreibdidaktisch geschulte Studierende, die Dozenten bei der Durchführung schreibintensiver Lehrveranstaltungen unterstützen. Das Konzept der „Writing Fellows“ stammt aus den USA. Darauf aufbauend erarbeiteten die Goethe-Universität Frankfurt (Main) und die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ein Peer-to-Peer-Programm, dass Studierenden beim wissenschaftlichen Schreiben Hilfestellung leistet. Studierende, die in ihrem Studium Erfahrungen beim Verfassen akademischer Texte gesammelt haben, werden von Schreibdidaktikern für ihren Einsatz im Rahmen einer Lehrveranstaltung über ein Semester ausgebildet. Anschließend können sie ihren Mitstudierenden individuelle Feedbacks zu Texten geben, bei Überarbeitungen helfen sowie Schreibstrategien erklären. Auch für Lehrende sind Writing Fellows ein großer Gewinn: Sie erhalten wertvolle Einblicke in die Lernprozesse ihrer Studierenden, da sich diese bereits während des Semesters schreibend mit fachlichen Themen auseinandersetzen.

Die Leiterin des Schreiblabors der Hochschule Coburg, Dr. Regina Graßmann, lud Frau Dr. Stephanie Dreyfürst und Herrn Dr. Florian Durst von der Goethe Universität Frankfurt (Main) zu einem internen Workshop ein, um dieses Programm auch an der Hochschule Coburg zu implementieren. Dabei wurden wichtige inhaltliche und organisatorische Fragen erörtert, die sich speziell mit der Akquise, Finanzierung und Ausbildung der Writing Fellows beschäftigten. Zudem überreichten sie Handbücher für Lehrende und Studierende, auf deren Basis das Schreiblabor der Hochschule das Writing-Fellow-Programm adaptieren wird. Bereits im Sommersemester 2017 sollen in ausgewählten Lehrveranstaltungen die ersten Coburger Writing Fellows eingesetzt werden. Regina Graßmann zeigt sich vom Verlauf des Workshops begeistert: „Writing Fellows sind ein wertvolles Bindeglied zwischen den Studierenden und den Lehrenden der Fachdisziplinen. Wir können jetzt das Konzept der „Writing Fellows“ Schritt für Schritt für die Studierenden an der Hochschule Coburg umsetzen. Das Team des Schreiblabors freut sich auf die Zusammenarbeit!“

Mehr über das Writing Fellow-Programm des Schreibzentrums der Goethe-Universität Frankfurt (Main) gibt es hier.

 

25.01.2017 – Mit Sport zum Erfolg

„EigenverantSPORTlich“ heißt das Projekt von Benjamin Hahn. Der Student der Sozialen Arbeit ist nicht nur selbst sportbegeistert, er gibt diese Begeisterung auch gerne an andere weiter. Nachdem er sich im letzten Jahr zwei Semester lang mit „Sport-, bewegungs- und körperorientierte Sozialarbeit“ im Rahmen seines Studiums beschäftigte, startete er jetzt sein eigenes Projekt. Ein „best practice“, das er auf der diesjährigen studentischen Abschlussmesse „Projekt & Praxis“ vorstellte.

Eines ist sich Benjamin Hahn sicher: „Ohne den Übungsleiterschein würde ich weiter allein für mich Sport machen. Die Idee, Sport und Soziale Arbeit zusammenzubringen, ist mir erst durch das Projekt gekommen.“ Das Projekt, das ist „Sport-, bewegungs- und körperorientierte Sozialarbeit“. Es wird seit dem Sommersemester 2013 von Susanne Bott und Sandra Neubert angeboten und beinhaltet neben theoretischen Inhalten und eigenen studentischen Projekten zunächst den Erwerb des Übungsleiterscheins/C-Breitensport über die Bayerische Sportjugend, Bezirk Oberfranken. Der Schein ermöglicht es den Projektteilnehmenden, nach Ende ihres Studiums als Sozialarbeiter auch sportpädagogisch zu arbeiten. Einmal inspiriert, verlor Benjamin Hahn, der im fünften Semester Soziale Arbeit studiert, jedoch keine Zeit. Neben dem Studium arbeitet er bei einem freien Träger der Jugendhilfe mit straffälligen Jugendlichen. Darüber erfuhr er von einer Ausschreibung der Stadt Hof zur Bewegungsförderung und bewarb sich prompt. „Das Wissen aus dem Sportprojekt war dabei sehr nützlich – beispielsweise wie schreibe ich ein Konzept und wie bewerbe ich es anschließend“, so der Student. Sein Projekt „EigenverantSPORTlich“ konnte überzeugen: die Stadt Hof bewilligte rund 2000,- Euro Fördermittel. Geld mit dem Benjamin Hahn u. a. Sportgeräte beschaffen konnte, die nach Projektende der Grundschule Hof übergeben werden. Auch die Verpflegung während des Sportunterrichts wurde damit finanziert, ein kleines Budget für Sportbekleidung war ebenfalls vorhanden. Den Raum stellte das örtliche Jugendzentrum kostenfrei zur Verfügung. Der Weg war also frei für ein Bewegungsprogramm, dass sich hauptsächlich an Anwohner des Hofer Bahnhofsviertels richtete. Insgesamt zehnmal angeboten, trainierten hauptsächlich junge Flüchtlinge gemeinsam mit deutschen Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsenen. Dafür baute  Benjamin Hahn zu jeder Einheit einen wechselnden Stationenlauf auf, um Kraft, Ausdauer und Koordination der Teilnehmer zu stärken. „Eigentlich hat immer jemand am Ende einer Einheit nach Luft gejapst – was für den Erfolg des Projekts spricht“, so der junge Mann augenzwinkernd.

Teilnehmende des Projekts „EigenverantSPORTlich“ trainieren gemeinsam im Jugendzentrum Hof (Bild: Benjamin Hahn)

Seinen Weg vom Projektseminar zum eigenen Konzept stellte er als „best practice“ auf der diesjährigen Abschlusskonferenz „Projekt & Praxis“ vor. Dort präsentierten sich fast 40 studentische Projekte, die sich in den vergangenen zwei Semestern mit Themen wie Weltwirtschaftskrisen, innovativer Ausstellungsgestaltung oder eben Sportsozialarbeit beschäftigten. Neben Informationsständen gab es für die Besucher auch jede Menge Mitmach-Aktionen, Videovorführungen und Vorträge zu erleben. Das Projekt „Sexuelle Belästigung an der Hochschule Coburg“ übergab im Rahmen der Veranstaltung eine Spende an das Coburger Frauenhaus. Um das Catering kümmerte sich das Projekt „NMUN – National Model United Nations“, das 2016 das Land Südafrika in der Simulation der Vereinten Nationen in Washington vertrat.

Studierende aus neun Studiengängen präsentieren ihre Ergebnisse aus zwei Semestern Projektarbeit der Öffentlichkeit (Bild: Frank Wunderatsch)

Ein bunter Rahmen also für die Präsentation von Benjamin Hahn, der die Veranstaltung aus eigener Erfahrung noch sehr gut kennt. Sein eigenes Projekt lief nun zu Beginn dieses Jahres aus, doch eine  Weiterführung ist fest geplant. Aus seinem Teilnehmerkreis hat sich indes eine Trainingsgruppe gegründet, sie sein Programm selbstständig fortführt. „EigenverantSPORTlich“ im besten Sinne.

Alle 39 Projekte des Jahrgangs 2016/17 sind zusammengefasst in der Publikation „Interdisziplinär studieren – Lösungsansätze für die Praxis“. Erhältlich unter https://efolder.hs-coburg.de/index.php/s/q1xL9ejI22DZb2f#pdfviewer sowie als gebundene Ausgabe bei Franziska Koch (franziska.koch(at)hs-coburg.de).

https://www.facebook.com/eigenverantsportlich

 

20.12.2016 – Mit Bewegung und Ideen den Schuh von morgen kreieren

Die adidas Group beschäftigt sich sehr intensiv mit dem Thema „Internet of Things (IoT)“. Die Möglichkeit dies vor Ort erleben zu können, brachte die Studierenden des gleichnamigen Coburger Weg-Projekts nun voller Erwartungen nach Herzogenaurach.

Zur Einstimmung in die Sportwelt bei adidas ging es für alle Teilnehmenden zuerst ins Gym und damit in den sogenannten Exos Trainingsraum. Die Firma Exos bietet Sportlern ein vom US-amerikanischen Trainsexperten und Buchautor Mark Verstegen konzipiertes Trainingsprogramm an. Alle Mitarbeiterinen und Mitarbeiter leben sportliche Aktivitäten auf dem adidas-„Campus“ sehr intensiv und werden dabei optimal durch die vorhandenen Strukturen unterstützt. Im neuen „Maker Lab“ sind Möglichkeiten geschaffen wurden, damit sich Mitarbeiterteams zu praktischen kreativen Prozessen zusammenfinden können. Alles was zur Erprobung und Herstellung von neuen Sportartikel-Ideen nötig ist, finden die Mitarbeiter hier vor, um ihren Vorstellungen visuell umzusetzen, darunter eine bunte Auswahl an Sohlen, Stoffen, Bändern und weiteren Utensilien. Beim anschließenden Gang durch die adidas „Innovation – History“, einer Ausstellung die zeigt, wie sich Bälle und Schuhe im Laufe der adidas Historie bis heute wandelten, fühlten sich vor allem die Projektlehrenden an ihre eigene Schuh-Vergangenheit errinert: „Diese Schuhe hatte ich in der Schule auch mal“, so Dozent Dirk Hubbert.  Ebenfalls ein Highlight der Tour durch die adidas-Welt: der neue „adidas Pitch“. Dieses 2015 neu errichtete Bürogebäude steht unter dem Slogan „where adidas Group employees create the future workplace“. Der Rundgang zeigte den Studierenden, wie bei adidas kreatives Zusammenarbeiten gelebt wird. Vor allem die vielfältigen Möglichkeiten, sich in kleinen Gruppen in ansprechenden Nischen und Bereichen zusammenzusetzen, beeindruckte.

Und dann hieß es: selber machen. In der Abteilung „Design Process digital Sports“ waren die verantwortlichen Mitarbeiter neugierig, was die Coburger Studierenden in den zwei Projektsemestern erarbeitet hatten. In fünfminütigen „Pitches“ trugen die Studierenden in Englisch ihre Ergebnisse vor. Dabei erhielten sie wertvolle Tipps zum Marketing und Vertrieb von Ideen, zur Präsentationtechnik und zur Relevanz betriebswirtschaftlicher Umsetzungsstrategien. Den Abschluss bildete dann ein Besuch im Herzogenauracher Outlet Center des Unternehmens.

Das ganze Projektteam möchte sich herzlich bei Herrn Burkhard Dümler bedanken, der ihnen das tolle Programm und einen erlebnis- sowie lehrreich gestalteten Tag ermöglicht hat.

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