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23.04.2018 – Studierende auf Mission auf der Analytica

Die Internationale Messe für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie ist der weltgrößte Branchentreff und Aussteller des gesamten Themenspektrums der Labors in Industrie und Forschung. 39 Studierende der Bioanalytik besuchten im Rahmen einer Exkusion die Messe mit einem ganz bestimmten Ziel: mehr zu erfahren über die Bewerberauswahl großer Unternehmen und die Voraussetzungen, die Studienabsolvent/innen nach Meinung von Geschäftsführer/innen erfüllen sollten. Mehr über ihre spannenden Ergebnisse gibt es hier zu lesen.

Die Aktion wurde vom Innovationsfonds mit 500,- Euro gefördert.

 

16.04.2018 – Die Suche nach dem Sinn

Wofür leben wir? Eine Frage, die sich die meisten Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens stellen. Die Frage nach dem Sinn des Lebens zählt zu den sogenannten „großen Fragen“ der Philosophie und thematisiert das Verhältnis des eigenen Lebens zu den Zusammenhängen der Welt. Dr. Thomas Kriza, Philosophiedozent im Coburger Weg, geht dieser Frage nach in seiner im Januar 2018 erschienenen Dissertation „Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Das zwiegespaltene Verhältnis des modernen Denkens zu den Sinnentwürfen der Vergangenheit“. Denn speziell bei der Frage »Wozu das alles?« mangelt es an guten Antworten: Weshalb fällt es gerade dem modernen Denken – anders als etwa dem antiken – so schwer, auf die Frage nach dem Sinn einleuchtende Antworten zu finden? Welche Rolle spielt die moderne Wissenschaft und Technik? Das Buch erkundet in einem materialreichen Durchgang durch die Philosophiegeschichte die Strategien und Schwierigkeiten, in der Moderne die Frage nach dem Sinn des Lebens überzeugend zu beantworten. Im Rahmen der March for Science-Bewegung präsentierte Thomas Kriza in der Stadtbücherei Coburg sein Werk und diskutierte mit rund 90 Besucherinnen und Besuchern über Wege hin zum glücklichen und sinnerfüllten Leben.

Zur Verlagswebsite: https://meiner.de/die-frage-nach-dem-sinn-des-lebens.html

Presseschau: https://www.np-coburg.de/region/coburg/Ein-Leben-fuers-Glueck;art83420,6079966

 

10.04.2018 – Preisträger/innen des Innovationsfonds geehrt

Im laufenden Sommersemester fördert der Innovationsfonds der Hochschule Coburg 14 inovative Konzepte, die Lehr-, Lern oder Prüfungsformate weiterentwickeln und in der Praxis testen. Die Juryvorsitzende Sonja Lehmann überreichte den Preisträger/innen nun feierlich Urkunden für ihre kreativen Ideen und würdigte den ersten Jahrgang des Innovationsfonds im Rahmen eines Sektempfangs.

Die ersten Preisträger/innen des Innovationsfonds: (v. l. n. r.) Christine Spiller, Laura Jahn (beide Coburger Puppenmuseum), Prof. Barbara Fuchs, Prof. Dr. Christian Holtorf, Christina Röhrich, Miriam Lange, Georg Sichardt, Annika Ilsa Schott, Antje Vondran, Prof. Dr. Veronika Hammer, Manja Laue, Prof. Dr. Michael Lichtlein. Bild: Sonja Lehmann

Im Anschluss daran folgte mit dem „Frühlingsgipfel“ ein wissenschaftliches Streitgespräch zwischen der Projektleiterin des Coburger Wegs, Prof. Dr. Birgit Enzmann, und Dipl.-Ing. (FH) Antje Vondran zum Thema „Interdisziplinarität in der Wissenschaft“. Fachübergreifende Zusammenarbeit in der Lehre hat eine lange Tradition an der Hochschule Coburg. Die vielen interdisziplinären Projekte zeigen dabei eindrücklich die Vielfalt der unterschiedlichen Aufgabenstellungen und Kooperationen. Gemeinsam mit weiteren Teilnehmern tauschten die Diskutantinnen ihre Erfahrungen zu Interdisziplinarität als innovatives Lehrkonzept speziell in der Projektarbeit aus. Dabei ging es auch um die verschiedenen Anforderungen gelungener Projektarbeit und die künftige Ausrichtung der Coburger Wegs-Module II und III.

 

Antje Vondran (l.) und Prof. Dr. Birgit Enzmann diskutierten beim 1. „Frühlingsgipfel“ das Für und Wieder von Interdisziplinarität in der Lehre. Bild: Sonja Lehmann

 

06.04.2018 – Die Welt im Kleinen

Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt von Hochschule, Puppenmuseum und Vertretern aus Wirtschaft und der Stadt Coburg steht kurz vor seiner Vollendung. Am 16. Mai 2018 öffnet die Sonderschau „Modelle, die die Welt bedeuten“ ihre Pforten für die Besucher. Doch zuvor gibt es noch viel zu tun.

Umringt von ihren Studierenden sitzt Barbara Fuchs auf dem Dielenboden eines Ausstellungsraums des Puppenmuseums Coburg und fasst in wenigen Sätzen die Arbeit der letzten Monate zusammen. Was die Professorin im Studiengang Innenarchitektur erzählt,  klingt wie lang gewachsene Teamarbeit ist in Wirklichkeit aber ein Novum in der Geschichte der Hochschule Coburg: eine Sonderausstellung im Puppenmuseum, entwickelt und umgesetzt von Museumsmitarbeitern, Studierenden, Lehrenden und Fachexperten, unterstützt vom Amt für Schulen, Kultur und Bildung sowie vom Stadtmarketing der Stadt Coburg und finanziert durch den Innovationsfonds der Hochschule, den Bezirk Oberfranken und die Niederfüllbacher Stiftung. Ein Großprojekt also und eines, das es thematisch in sich hat. Denn wissenschaftliche 3-D-Modelle bringt man nicht sofort mit den Exponaten eines Puppenmuseums zusammen. Genau diese, aus zahlreichen Studiengängen der Hochschule zusammengetragenen Objekte, stehen aber im Fokus der Ausstellung. Neben Modellen der physikalischen Lehrsammlung werden auch Beispiele aus den Fachbereichen Informatik, Produktdesign oder Architektur zu sehen sein. Und natürlich darf hier auch das Modell des Globe-Theaters nicht fehlen, das auf dem ehemaligen Güterbahnhofgelände entstehen soll. Doch wie kam es zu der Kooperation mit dem Puppenmuseum? Vorausgegangen ist der Idee einer gemeinsamen Sonderschau ein interdisziplinäres Symposium zum Gebrauch von Modellen im vergangenen Sommer, an dem auch Christine Spiller, Leiterin des Puppenmuseums, beteiligt war. Die Parallelen sind laut Barbara Fuchs unübersehbar. „Puppenstuben geben einen Einblick in das bürgerliche Leben einer Epoche und bilden eine Welt ab, die es real gibt. Wissenschaftliche Modelle dagegen zeigen, was es in Zukunft einmal geben soll“, so die Professorin, die die Ausstellungsplanung von Seiten der Hochschule zusammen mit Prof. Dr. Christian Holtorf leitet. Modellbau und Modellgebrauch sind in vielen Wissenschaften unverzichtbare Teile des Erkenntnisprozesses. Sie zeigen anschaulich, wie Wissenschaften arbeiten, wie Experiment und Ergebnis, Forschung und Anwendung zusammenhängen. Besucher der Ausstellung sollen daher auch an möglichst vielen Stationen Gelegenheit zum eigenen Ausprobieren erhalten, beispielsweise am gestalterischen Mittelpunkt der Ausstellung, einem hölzernen Mobile mit allerlei Buchstaben und Symbolen, die zur spielerischen Auseinandersetzung einladen.

Doch zunächst heißt es für die Studierenden von Barbara Fuchs kreativ sein und mit anpacken, damit die Ausstellung inhaltlich und visuell ein Erfolg wird. Auf einem gemeinsamen Rundgang durch die Räumlichkeiten des Museums erläutert sie die nächsten Arbeitsschritte: Modelle müssen gebaut und mit verständlichen Erklärtexten versehen werden. Auch die Bedingungen in den drei Sonderausstellungsräumen sind zu beachten: „Das Licht ist nicht dimmbar und die 30 Jahre alten Vitrinen unbeweglich und noch dazu jede unterschiedlich in Tiefe und Höhe“, so Christine Spiller. Mithilfe lasergefertigter abnehmbarer Holzkonstruktionen können die Vitrinen von außen optisch an das Ausstellungskonzept angepasst werden. Künstlerische Inszenierungen sollen Übergänge zum Rest der Sammlung des Puppenmuseums schaffen und Anknüpfungspunkte zwischen den wissenschaftlichen Modellen einerseits und den Puppen und ihrer Stuben andererseits herstellen. So wird der Besucher automatisch durch das ganze Haus geleitet. Christian Holtorf arbeitet zeitgleich mit seinen Studierenden am ausstellungsbegleitenden Rahmenprogramm und einer Publikation. „Das Thema der Ausstellung ist nicht einfach, wir müssen die Besucher auf eine Meta-Ebene holen, um das, was wir ausstellen wollen, begreifbar zu machen“, erläutert Barbara Fuchs. Der Ausstellungseröffnung sieht sie mit großer Vorfreude entgegen, trotz der Arbeit, die noch vor allen Beteiligten liegt: „Wir freuen uns mit dieser Sonderschau zeigen zu dürfen, was interdisziplinäre Hochschularbeit in Verbindung mit der Wirtschaft und der Stadt Coburg bewirken kann.“

Barbara Fuchs (r.) mit dem hölzernen Mobile, das den gestalterischen Mittelpunkt der Ausstellung bilden wird.

Das Ausstellungsvorhaben „Modelle, die die Welt bedeuten“ hat in der ersten Runde des Innovationsfonds Lehre den Hauptpreis in Höhe von 10.000 Euro erhalten. Studierende und Lehrende haben jetzt wieder Gelegenheit, ihre kreativen Ideen für Lehr-, Lern- und Prüfungsformate einreichen. Bewerbungszeitraum ist vom 01. bis 30. April 2018. Weitere Informationen und das Antragsformular gibt es hier.

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