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21.11.2016 – Externe Begleitstudie zum Projekt „Der Coburger Weg“ veröffentlicht

Wie kann fachübergreifende Lehre gelingen und schrittweise verbessert werden? Darauf gibt eine wissenschaftliche Begleitstudie der Universität Bamberg nun Antwort. Gegenstand der Untersuchung sind die vier interdisziplinären Module, die in der ersten Förderphase des BMBF-Projekts „Der Coburger Weg“ in bis zu neun Studiengänge implementiert wurden. Die Ergebnisse der umfangreichen Evaluation bilden den zehnten Band der Forschungsreihe „Zwischen den Welten“.

Interdisziplinäre Perspektiven, interdisziplinäres Projekt, interdisziplinäre Profilierung – Die ein- und zweisemestrigen Module des Coburger Wegs gehen mit hohen didaktischen Anforderungen an die beteiligten Lehrenden und klaren Lernzielbeschreibungen gegenüber den Studierenden einher. An diesen Lernzielen, die sich mit fortschreitender Semesterzahl stetig steigern, setzt die externe Evaluation von Prof. Dr. Walter Bender, Professur für Fort- und Weiterbildung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, und seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern Markus Scheffel und Lisa Breitschwerdt an: Von 2011 bis 2016 maßen sie bei den Studierenden die Kompetenzzuwächse durch die Teilnahme an den vier Modulen.

Für ihre Forschung wählten die drei Wissenschaftler ein methodisches Design, das qualitative und quantitative Verfahren in Form von Selbst- und Fremdeinschätzung verbindet. So wurden Studierende und Lehrende befragt, quantitative Lehrveranstaltungsevaluation über die ersten drei Jahrgänge des Coburger Wegs durchgeführt und die Fremdeinschätzung studentischer Kompetenzen durch Beobachtungsverfahren ermittelt.

In der jetzt erschienen Publikation „Grenzgänge. Interdisziplinäre Kompetenzen fördern und evaluieren“ präsentieren Prof. Dr. Walter Bender und sein Team ihre Ergebnisse und ziehen ein positives Fazit: Sie stellen eine sukzessive Verbesserung der Kompetenzzuwächse über alle Module fest. Zudem bewerten sie das Format „Projektarbeit“ als besonders geeignet, denn es treffen Studierende verschiedener Fachrichtungen aufeinander, die so hautnah fachübergreifende Diskurse und Kooperationen erleben. Die Autoren heben hervor, dass Lehrende bei der didaktischen und methodischen Planung und Umsetzung interdisziplinärer Lehrveranstaltungen auch weiterhin unterstützt werden müssen, beispielsweise durch Anleitungen und Coachings. Für das sich aktuell in seiner zweiten Förderphase befindende Projekt „Der Coburger Weg“ empfehlen die Studienleiter der Hochschule Coburg darüber hinaus, ein gemeinsames Verständnis hinsichtlich gelungener interdisziplinärer Zusammenarbeit zu entwickeln sowie die Transparenz von Strukturen, Verfahrensweisen und Entscheidungen für Lehrende und Studierende noch weiter zu verbessern.

Für den Vizepräsidenten und Projektleiter der ersten Förderphase, Prof. Dr. Eckardt Buchholz-Schuster, ist die Publikation ein wichtiger Beitrag zur weiteren Optimierung der Projektformate bis 2020: „Darüber hinaus freuen wir uns, dass wir die Studie in der interdisziplinären Forschungsreihe „Zwischen den Welten“ veröffentlichen konnten. Dies eröffnet eine zusätzliche Möglichkeit, über die Hochschule Coburg hinaus auch von interessierter wissenschaftlicher Community und Bildungspolitik wahrgenommen und mit ihnen in einen weiteren Austausch treten zu können.“

„Zwischen den Welten“ ist eine interdisziplinäre Forschungsreihe der Hochschule Coburg. Sie wird von Prof. Dr. Jürgen Krahl und Prof. Dr. Josef Löffl herausgeben und erscheint regelmäßig im Cuvillier Verlag Göttingen. „Grenzgänge. Interdisziplinäre Kompetenzen fördern und evaluieren. Wissenschaftliche Begleitstudie zum Projekt „Der Coburger Weg“ (2011-2016) der Hochschule Coburg“ von Prof. Dr. Walter Bender, Lisa Breitschwerdt und Markus Scheffel ist erhältlich in der Zentralbibliothek der Hochschule Coburg sowie über den Cuvillier Verlag unter https://cuvillier.de/de/shop/publications/7384-grenzgange.

 

15.11.2016 – Gute Aussichten für den „Coburger Weg“

Mit dem 1. Oktober 2011 startete das Projekt „Der Coburger Weg“ in seine erste, fünf Jahre umfassende Förderphase. Die Implementierung fachübergreifender Module in bis zu neun Studiengängen, der Ausbau individueller Förder- und Beratungsangebote, die Entwicklung des Schreiblabors, die didaktische Begleitung der Lehrveranstaltungen und die Gesamtevaluation aller Maßnahmen – die Agenda des Projekts war und ist prall gefüllt. Mit dem Startschuss der zweiten Förderperiode zum Wintersemester 2016/17 wirft eine jetzt erschienene Publikation einen Blick zurück.

Elf grundständige Bachelorstudiengänge nehmen aktuell am Coburger Weg teil. „Als wir 2011 anfingen, waren es fünf. Seither hat sich viel getan – sowohl innerhalb der interdisziplinären Lehrveranstaltungen als auch bei der Zusammenarbeit der Studiengänge untereinander und in den Arbeitsgruppen des Projektes „‘Der Coburger Weg‘“, zeigt sich Dr. Claudia Schlager begeistert. Die aktuelle Projektleiterin war bis vor kurzem auch für die Entwicklung und Organisation der vier interdisziplinären Module verantwortlich. „Ich finde, die Mitglieder der Hochschule Coburg können stolz sein auf das, was sie in den letzten fünf Jahren gemeinsam entwickelt und kontinuierlich verbessert haben“, blickt Schlager auf die erste Projektphase zurück.
„Gute Aussichten. Eine Zwischenbilanz zum Projekt ‚Der Coburger Weg‘“ heißt die 90 Seiten umfassende Broschüre, die pünktlich zum Start der zweiten Projektphase erscheint. Darin wird in vier großen Reportagen der Frage nachgegangen, wie die Ziele des Coburger Wegs an der Hochschule umgesetzt wurden. Die gelebte individuelle Förderung auf den beiden Campus wird genauso porträtiert wie die „Kraft der Interdisziplinarität“, die letztlich zu einem Kulturwandel an der Hochschule geführt hat. Der Berliner Journalist Kilian Kirchgeßner hat sich dafür auf Spurensuche begeben und lässt in seinen Texten vor allem die Menschen zu Wort kommen, die das Projekt in den letzten Jahren geformt haben: Studierende, Mitarbeiter und Lehrende. Das Herzstück der Broschüre bilden vier wissenschaftliche Kurztexte von Dr. Josef Löffl, Dr. Claudia Schlager, Prof. Dr. Marc Krüger und Yasmin Schunk, die sich mit dem Hochschulentwicklungsplan, Erfahrungen in der interdisziplinären Lehre und Evaluation fachübergreifender Kompetenzen beschäftigen. Ergänzt wird all dies durch einen Blick von außen: Fünf Praxispartner aus Wirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen kommen zu Wort und beschreiben, was sie an der Zusammenarbeit mit der Hochschule reizt. Eingeleitet wird der Band durch das letzte große Interview des im Juni 2016 verstorbenen Präsidenten Prof. Dr. Michael Pötzl.

Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg (Hrsg.) (2016): Gute Aussichten. Zwischenbilanz zum Projekt „Der Coburger Weg“ (AT). Hochschule Coburg: Coburg.
Die Broschüre ist erhältlich in der Zentralbibliothek der Hochschule Coburg, bei Franziska Koch (franziska.koch@hs-coburg.de), Raum 9-113, sowie als PDF unter https://cloud.hs-coburg.de/index.php/s/Pja8uD6dHFfyqf5#pdfviewer.

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