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Neue DIHK-Studie zu den Erwartungen von ArbeitgeberInnen an HochschulabsolventInnen

Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit sowie selbstständiges Arbeiten: Für viele ArbeitgeberInnen Schlüsselkompetenzen, die von HochschulabsolventInnen auf dem Arbeitsmarkt erwartet werden. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie „Kompetent und praxisnah – Erwartungen der Wirtschaft an Hochschulabsolventen“ (Mai 2015) der DIHK. In einem Zeitraum vom 8.-30. Oktober 2014 wurden deutschlandweit 2003 Unternehmen befragt. Dabei wurde u.a. auch deutlich, dass im Gegensatz zur vorangegangen Studie (s.u.) die Zufriedenheit von FirmenvertreterInnen mit Bachelorabsolventinnen gesunken ist. Zu den Gründen und weiteren Ergebnissen der Studie geht es HIER.


Transferfähigkeit stärken

HochschulabsolventInnen sind teamfähig und kommunikationsstark, haben aber Nachbesserungsbedarf beim selbständigen und problemlösungsorientierten Arbeiten sowie bei der Transferfähigkeit. Zu diesem Schluss kommt Christiane Konegen-Grenier vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln nach der Auswertung dreier Studien, die das IW im Auftrag des DAAD bzw. in Kooperation mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Hochschul-Informations-System GmbH 2010 und 2011 erhob. Befragt wurden HochschulabsolventInnen des Prüfungsjahrgangs 2009 und Unternehmen aus Industrie, Bau und Dienstleistungsgewerbe.

Die Ergebnisse stellte Konegen-Grenier im November 2012 auf der ASIIN-Jahrestagung in Potsdam vor. Sie fordert von den deutschen Hochschulen mehr problem- und projektbasierte sowie praxisintegrierte Lehr- und Lernformen zu etablieren und ein Verfahren zu entwickeln, das die von den Studierenden tatsächlich erlernten Kompetenzen prüft. Auch müsse der Vermittlung von sozialen Kompetenzen ein größerer Stellenwert eingeräumt werden, so Konegen-Grenier.

Hier geht es zur Präsentation der Studienergebnisse.


Fachwissen ist nicht alles

Die Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) von 2011 zu den Erwartungen der Wirtschaft an HochschulabsolventInnen zeigt: Unternehmen wünschen sich von zukünftigen ArbeitnehmerInnen neben dem als selbstverständlich vorausgesetzten Fachwissen vor allem stark ausgeprägte soziale Kompetenzen und eine insgesamt sehr gute Beschäftigungsfähigkeit. Wichtig ist, was Studierende nach Abschluss ihres Studiums in der Praxis anwenden können.
Zu den als „Top-Kompetenzen“ bezeichneten Fähigkeiten zählen neben Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein auch Kommunikations- sowie Teamfähigkeit. Zudem erhoffen sich die Unternehmen von ArbeitnehmerInnen eine hohe Lernkompetenz und fachübergreifendes Wissen. Auf dieser Grundlage wird auf die sichere Beherrschung von Fremdsprachen und EDV-Anwendungen großen Wert gelegt. Da die Erwartungen der Wirtschaft bezüglich der Befähigung von HochschulabsolventInnen mit einer sinkenden Zufriedenheit einhergehen, appelliert die DIHK an die Hochschulen, die Beschäftigungskompetenz der AbsolventInnen zu verbessern.

An der von Kevin Heidenreich im Auftrag der DIHK durchgeführt Studie beteiligten sich 2175 Unternehmen in Deutschland.


Fachhochschüler studieren zufriedener

Dem Thema Studienbedingungen und Lehrqualität an der Hochschule widmet sich eine bundesweite, vom HIS-Institut für Hochschulforschung und der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz durchgeführte Befragung von Studierenden. Daraus geht hervor, dass FachhochschülerInnen insgesamt die zufriedeneren StudentInnen sind. Im Hinblick auf spezielle Einführungs- und Betreuungsangebote für StudienanfängerInnen zeigt sich jedoch gut die Hälfte der Befragten weniger überzeugt. Ein ähnliches Bild ergibt sich bezüglich der Ausbildung fachübergreifenden Denkens. Auch hier sehen StudentInnen einen großen Nachholbedarf. Rund 80% der FachhochschülerInnen erwarten sich von ihrem Studium vor allem die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit. Doch nicht einmal jede/r Zweite sieht sich hier entsprechend unterstützt. Hochschulen sollten diese Ergebnisse ernst nehmen. Denn sie decken sich in auffallend vielen Punkten mit den Forderungen der Wirtschaft.

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