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Aus der Vergangenheit lernen

Von Maximilian Schwarz, Philipp Engelhardt und Robin Tögel, Studierende im Projekt „Weltwirtschaftskrisen gestern und heute“, Wintersemester 2017/18. Sie bearbeiteten ein Teilprojekt zum Thema „Boom und Ende des Erdölzeitalters“. Hier ihre Ergebnisse:

„Verursacht durch den vierten Nahost-Konflikt und dem daraus resultierendem Ölembargo wurde die Welt erstmals damit konfrontiert, wie eine Ölknappheit sich auf die Weltwirtschaft, aber auch auf die Gesellschaft auswirkte. Die daraus resultierende Krise der Weltmächte war ein erster Warnschuss und zeigte auf, wie Öl als Waffe genutzt und eine Verknappung sich auf die gesamte Welt auswirkt.

Über die letzten Jahrhunderte wurde Öl finanziell und wirtschaftlich zum wichtigsten Rohstoff auf der Erde. Eine derart natürliche und endlich schöpfbare Ressource fand überall auf der Welt Nachfrage. Da nur in wenigen Ländern Öl in großen Mengen gefördert wird, waren Konflikte um die Ressource eine logische Konsequenz. Große Bekanntheit erlangten die Golfkriege, bei denen Öl die bestimmende Motivation war. Kriegsakteure versprachen sich neben dem Erhalt der essenziellen Energiequelle Öl ebenfalls politische und gesellschaftliche Macht, die mit dem Öl einherging. Solange der Rohstoff so gefragt ist, ist ein Ende der Konflikte nicht abzusehen.

In einigen Ländern gibt es so viel Öl, dass die Einnahmen die man daraus generieren könnte für mehr als eine Generation reichen würden. Doch nur wenige Länder schaffen es mit den Erlösen sinnvolle Investitionen vorzunehmen. Ein Negativbeispiel ist Venezuela. Vor allem die Regierung um Präsident Chavez Anfang der 2000er nutzte die generierten Einkünfte zum größten Teil zur Machtsicherung. Sie investierten ins Militär und staatliche Firmen. Heute befindet sich das Land in einem katastrophalen Zustand. Anders Norwegen, als eines von sehr wenigen Ländern versucht man hier, dass jeder vom Reichtum profitiert. Es wird in erneuerbare Energien und andere Wirtschaftssektoren investiert. Über 90 Prozent der Einnahmen werden trotz allem in einem Fond angelegt, der für die nächsten Generationen gedacht ist.

Es gibt also neben vielen negativen Beispielen auch Länder, die aus der Vergangenheit gelernt haben.“