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2. Netzwerktreffen „Wissenschaftliches Arbeiten“

Im letzten Jahr fand zum ersten Mal ein Symposium statt, bei dem sich Expert*innen aus Deutschland und der Schweiz aus didaktischer Perspektive dem Thema „Wissenschaftliches Arbeiten lehren und lernen“ näherten. Der Wunsch vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer damals war groß, ein solches Treffen zu wiederholen. Genau ein Jahr später war es dann soweit. Ausrichterin war erneut das „Team Didaktik und Evaluation (TDE)“ von Prof. Dr. Julia Prieß-Buchheit. Ein weiteres Treffen ist in Planung.

Die Teilnehmenden des Netzwerktreffens, allesamt Lehrende und Didaktiker*innen von deutschen Hochschulen und Universitäten, starteten diesmal vorab mit der Konstituierung von insgesamt vier Arbeitsgruppen: Die „AG Didaktik Wissenschaftliches Arbeiten“ beschäftigte sich mit dem Problem, Forschungsfragen und Forschungsthemen zu finden und zu formulieren. Unter Leitung von Prof. Dr. Tobias Schmohl (TH Ostwestfalen-Lippe) verglich die Runde verschiedene Materialien und Modelle. Die „AG Interdisziplinarität“, geführt von Julius Späte (Akkon Hochschule Berlin), stellte Überlegungen an, wie Disziplinarität, Interdiszipinarität und Wissenschaftliches Arbeiten zusammenhängen. Beide AGs schlossen ihre Arbeit im Rahmen der Veranstaltung ab. Die „AG Referenzrahmen“ und die „AG Gute wissenschaftliche Praxis im Zeitalter Künstlicher Intelligenz“ führen ihre Zusammenarbeit auch über das Treffen hinaus weiter. Erstere beschäftigt sich unter Leitung der Autorin Dr. Andrea Klein mit einem konkreten und praxisnahen Referenzrahmen, der zur Transparenz und Orientierung in Bezug auf das Wissenschaftliche Arbeiten bei Lehrenden führen und gleichzeitig für die flexible Ausgestaltung in den Fächer und den einzelnen Hochschulen offen sein soll. Letztere AG nimmt sich den Chancen und Herausforderungen durch KI-basierte (Re-)Writing-Tools für die Hochschullehre an. Das Team um Prof. Dr. Doris Weßels von der FH Kiel plant Selbstversuche und die anschließende Bewertung und Bekanntmachung der verschiedenen Tools. Auch der Frage „KI als der neue Ghostwriter?“ wird diese Gruppe weiter nachgehen.

Das Netzwerktreffen bereicherten drei Impulsvorträge: Dr. Andrea Klein setzte sich mit den Fragen auseinander, was Wissenschaftliches Arbeiten auszeichnet und welche Lernziele sich daraus ergeben. Prof. Dr. Tobias Schmohl gab einen Einblick in Modelle zum Schreibprozess von Studierenden. Prof. Dr. Milena Valeva, ehemalige Professorin an der Hochschule Coburg und nun an der Hochschule Trier, sprach über Wissenschaftliches Arbeiten im Spannungsfeld von Disziplinarität und Interdisziplinarität.

Wie auch die erfolgreiche Auftaktveranstaltung 2019 wurde das Treffen, das aufgrund der Corona-Pandemie digital stattfand, von Prof. Dr. Julia Prieß-Buchheit und Dr. Nicole Hermannsdörfer initiiert. Dr. Nicole Hermannsdörfer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im TDE: „Ich fand den Austausch sehr spannend, gerade auch zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen. Dass das Treffen nun schon zum zweiten Mal stattgefunden hat, zeigt, wie wichtig Wissenschaftliches Arbeiten ist – nicht nur für Universitäten, sondern auch für Hochschulen für angewandte Wissenschaften.“ Für Ende 2021 ist daher ein weiteres Netzwerktreffen bereits fest eingeplant.

Verfasst von Franziska Koch M.A., Marketing und Kommunikation, Der Coburger Weg, Hochschule Coburg