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„Indien in Coburg“ als diesjähriges Motto des Friedrich-Rückert-Preises

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Die Teilnehmer: in der Mitte die Schriftstellerin Sara Rai, dahinter Prof. Dr. Christian Holtorf mit Studierenden (Hochschule Coburg)

„Indien in Coburg“ – der Name dieses Seminars der Hochschule wurde in diesem Jahr zum Motto des Friedrich-Rückert-Preises. Erstmals waren Studierende aus mehreren Studiengängen an der Preisverleihung beteiligt. Sie erarbeiteten eine Posterausstellung, die beim offiziellen Festakt der Stadt Coburg am 16. Mai und bei der Lesung im Coburger Kunstverein am folgenden Tag präsentiert wurde.

Ausgangspunkt der Poster der Studierenden waren die ins Deutsche übersetzten Erzählungen der diesjährigen Preisträgerin, der indischen Schriftstellerin Sara Rai. Von den atmosphärisch dichten Schilderungen der Texte ließen sie sich zu Fragen nach den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten in Deutschland und Indien inspirieren. Themen waren unter anderem Kleidung, Arbeitsbedingungen, Abfallrecycling, Bahnverkehr und Wohnformen.

Sara Rai hatte die Studierenden mit Bildern und Informationen per Email unterstützt. Bei der Preisverleihung zeigten die Studierenden der aufmerksamen Schriftstellerin ihre Arbeitsergebnisse. Auch die anderen Gäste des literarischen Ereignisses sahen in den Postern eine Bereicherung, um den Rückert-Preis mit der Coburger Alltagwirklichkeit zu verknüpfen. Die Studierenden freuten sich über den Perspektivwechsel, und das Eintauchen in Bilder und literarische Texte aus einer anderen Kultur.

Das Seminar der Hochschule fand unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Holtorf im Rahmen des interdispziplinären Projekts „Der Coburger Weg“ stand. Zum Programm gehörten auch zwei Exkursionen: in Schloß Ehrenburg ließen sich die Studierenden neuindische Wandteppiche aus dem 19. Jahrhundert zeigen, deren Motive tatsächlich aus Brasilien stammen. In Neuses bei Coburg erhielten sie eine exklusive Führung durch das historische Wohnhaus des Orientalisten Friedrich Rückert. Eine Wiederholung des Projekts beim nächsten Friedrich-Rückert-Preis ist geplant und soll noch enger in die Preisvergabe einbezogen werden.