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Orientieren, Vernetzen und Spaß haben

Erstsemesterstudierende bei AnCOmmen

Am 1. Oktober haben die Vorlesungen im Wintersemester begonnen. Wer sich vorher einen Überblick auf dem Campus und in der Innenstadt verschaffen wollte, war bei „anCOmmen“ genau richtig. Die dreitägige Veranstaltung wird im Rahmen des Projekts „Der Coburger Weg“ organisiert und umgesetzt.

Für Elina Werner aus Laugenzenn (Landkreis Fürth) hat Anfang Oktober ein neuer Lebensabschnitt begonnen: Die 18-Jährige studiert Betriebswirtschaft an der Hochschule Coburg: „Alles ist hier anders als in der Schule“, stellt sie nach dem ersten Besuch auf dem Campus fest. Deshalb nahm die Studentin gerne die Einladung zur Willkommensveranstaltung „anCOmmen“ an, einem dreitägigen Programm, bei dem die Erstsemester des „Coburger Wegs“ die Räumlichkeiten, ihre Tutoren und zukünftigen Kommilitonen kennenlernen können.

Schon vor dem offiziellen Semesterbeginn erfahren die Teilnehmer, welche Ansprechpartner weiterhelfen können, wo sich die Hörsäle befinden, welche Regeln in der Bibliothek gelten, welche Beratungsmöglichkeiten es an der Hochschule Coburg gibt oder wie man seine studentische Karte auflädt, um das Mittagessen in der Mensa zu bezahlen. „Damit wollen wir den Start ins Studium erleichtern und unseren Neuankömmlingen zeigen, welche individuelle Beratung und Förderung bei uns möglich ist“, erklärt Prof. Dr. Birgit Enzmann. Sie ist Leiterin des Projekts „Der Coburger Weg“, das seit 2012 an der Hochschule umgesetzt und noch bis 2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Rund 400 Neueinsteiger waren in diesem Jahr bei „anCOmmen“ dabei. Während des dreitägigen Programms werden sie von Studierenden höherer Semester begleitet, die ihnen in den ersten Monaten an der Hochschule als Tutoren unterstützend zur Seite stehen. Bei einem Rundgang über den Campus werden alle wichtigen Anlaufstellen wie Bibliothek, Schreibwerkstatt oder Mensa vorgestellt. Zeit sich gegenseitig kennenzulernen, haben die zukünftigen Studentinnen und Studenten bei einer Rallye durch die Coburger Innenstadt. Auf dem Schlossplatz, dem Marktplatz oder dem Campus Design lösen sie in kleinen Gruppen gemeinsam Aufgaben oder verteilen Blumen an Passanten.

Auch Bockspringen auf der Stadtrallye darf nicht fehlen

Die Coburgerin Katharina Engel aus Coburg studiert Soziale Arbeit in ihrer Heimatstadt: „Weil ich aus Coburg komme, habe ich erst überlegt, ob ich das Angebot „anCOmmen“ wahrnehmen soll. Jetzt bin ich froh, teilgenommen zu haben, denn ich kenne mich schon viel besser auf dem Campus aus und konnte ein paar Ausgehtipps an Leute, die nicht aus Coburg kommen, weitergeben“. Mit ihrer Gruppe (Betriebswirtschaft und Soziale Arbeit) entwickelte sie am zweiten Programmtag ein „Survival Kit“ für Neueinsteiger, das mit den wichtigsten Telefonnummern, einem Campus-Orientierungsplan, Ausgeh- und Jobmöglichkeiten ausgestattet ist. Andere Teams erstellten Lampen aus Naturmaterialien, ein „Gute-Laune-Spiel“, ein Kochbuch, für alle die zum ersten Male alleine leben, ein Sitzmöbel aus Tetrapacks oder entwarfen recycelbare Mode aus Zeitungen und organisierten dazu eine Modenschau. Die Ergebnisse aus den insgesamt 23 Projekten wurden in der Säulenhalle präsentiert.

Studierende präsentieren ihre Projektergebnisse bei AnCOmmen

„Ich denke jetzt viel zuversichtlicher an meinen Studienstart. Als ich auf die Portale der Hochschule geschaut habe, war ich erst mal ganz erschlagen, von den vielen Informationen. Da kann man schon etwas vergessen, was eigentlich wichtig wäre. Deshalb bin ich froh, über die Hilfe der Tutoren“, verrät Elina Werner nach ihrer Teilnahme am Willkommensprogramm.

„anCOmmen“ richtet sich an die Bachelor-Studiengänge: Architektur, Bauingenieurwesen, Betriebs-, Industrie- und Versicherungswirtschaft, Innenarchitektur, Integrative Gesundheitsförderung sowie Soziale Arbeit. Die naturwissenschaftlich-technischen Studiengänge der Hochschule bieten die MINT-Erstsemestertage für Interessierte.