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Jede Krise lässt sich meistern

Im Rahmen der Aktion #CoburgContraCorona lernen Studierende der Fakultät Wirtschaftswissenschaften in zwei Trainingsworkshops von Expert*innen aus der Praxis den Umgang mit Veränderung und Unsicherheiten. Den Anfang machte David Würtz. Er entwickelte eine Methode, die Resilienztraining für jede*n erlernbar macht.

Das Gleichnis der griechischen Wasserschlange Hydra nutzt David Würtz besonders gerne, um auf die Bedeutung der Resilienz in Alltag und Beruf aufmerksam zu machen. Denn die Sagengestalt gilt als unbesiegbar, schlug man ihr einen ihrer neun Köpfe ab, wuchsen an gleicher Stelle zwei neue nach. An Widrigkeiten und Rückschlägen im Leben wachsen und daran stärker werden, ohne die äußeren Umstände verändern zu können, das ist das Thema des Majors der Bundeswehr und Teilnehmer des Master Resilience Trainer Course der US Army.

In einem Workshop an der Hochschule Coburg stellte er Studierenden die Faktoren für gelingende Resilienz vor und transferierte sie auf Beispiele im Militär sowie auch auf das tägliche Leben eines jedes Einzelnen. Für sein von ihm entwickeltes Training stützt sich David Würtz auf Ergebnisse aus über 30 Jahren Resilienzforschung namhafter amerikanischer Universitäten, u. a. der University of Pennsylvania. „David gegen Goliath“ nennt er sein Trainingsprogramm, im dem er sowohl Führungskräfte als auch Privatpersonen unterrichtet. „Für mich stehen die Verständlichkeit der Inhalte und die Wirkung der Techniken im Alltag im Vordergrund“, so der gebürtige Schleswig-Holsteiner. Seine Methode setzt dabei bewusst einen Kontrapunkt zu den aus seiner Sicht oft zu theoretischen Ansätzen, die derzeit in Deutschland verfügbar sind. Stattdessen stellt sie ein durch jede*n erlernbares, praxisbezogenes und leicht anwendbares Konzept dar, das Techniken zur Selbstregulation, zur Emotionskontrolle und zur Ursachenanalyse enthält. Doch wie lässt sich das beispielsweise auf die vielschichtigen Herausforderungen und Ungewissheiten beziehen, vor die uns die Corona-Pandemie stellt? „Es geht darum herauszufinden, was wir beeinflussen können und was nicht. Mit unveränderbaren Umständen zu hadern ist Energieverschwendung“, so David Würtz.

Innovationsfonds gefördert

Initiiert wurde sein Workshop vom Projekt „Veränderungen und Krisen meistern“. Studierende der Lehrveranstaltungen „Change Management“ sowie „Projektarbeit zu Personal & Führung“ an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften unter Leitung von Prof. Dr. Hedwig Schmid entwickelten hierzu Ideen im Rahmen der Creapolis-Aktion #CoburgContraCorona. Ziel des Projektes ist es, dass Expert*innen aus der Praxis über ihren beruflichen Alltag, ihre Projekte und ihre Erfahrungen im Umgang mit disruptiven Veränderungen und Krisen berichten und sich mit Studierenden dazu austauschen. Für einen weiteren Workshop konnte die Projektgruppe Franziska Nick gewinnen, Lean Management Architektin und Transformationscoach bei BOSCH Thermotechnik in Wernau. Sie leistet einen weiteren Theorie-Praxis-Transfer indem sie Instrumente aufzeigt, die Wirtschaftsunternehmen einsetzen, um den sich immer schneller und stärker verändernden Märkten zu begegnen. Den kreativen Projektgedanken fördert der Innovationsfonds der Hochschule Coburg im Zuge der Sonderförderphase #CoburgContraCorona mit insgesamt 1000 Euro.

Verfasst von Franziska Koch M.A., Marketing & Kommunikation, Der Coburger Weg, Hochschule Coburg