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Von Studierenden für Studierende

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Die Lehrenden Peter Bieber und Katharina Raab arbeiten mit ihren Studierenden aktuell ausschließlich online

Die Idee trug Peter Bieber schon lange in sich. Eine Publikation, die sich mit den Wurzeln und Ausprägungen des Kapitalismus beschäftigt und die aus soziologischer und ökonomischer Perspektiver aufzeigt, wie wir alle die Welt ein Stückchen besser machen können. Der Semesterplan stand, dann warf die Corona-Pandemie alles durcheinander. „Im Nachhinein ist mir die Umstellung auf Onlinelehre eigentlich entgegengekommen“, meint der langjährige Lehrbeauftragte der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Coburg. Anhand des Inhaltsverzeichnisses sowie der geplanten Buchabschnitte teilte er die Projektteilnehmer*innen in Gruppen ein. Studierende der Betriebs- und Industriewirtschaft sowie der Sozialen Arbeit recherchieren und schreiben nun in interdisziplinären Teams an den verschiedenen Bausteinen der geplanten Veröffentlichung. Wie hat sich das Menschenbild durch den Kapitalismus geändert? Welche sozialen Auswirkungen hat die Industrialisierung 4.0? Unterstützt wird Peter Bieber im Team-Teaching durch die Sozialarbeiterin Katharina Raab, die das Thema in wiederkehrenden Inputs aus der Sicht der Sozialen Arbeit beleuchtet.

Studierende tauschen sich virtuell aus

Die Studierenden nutzen die Software Zoom, aber auch Skype und WhatsApp für den Austausch in den einzelnen Gruppen sowie mit dem gesamten Projektteam. „Wir hätten auch zu normalen Zeiten zusätzlich zur Präsenzlehre sehr viel in Gruppen von zuhause aus gearbeitet. So ist es jedoch fast noch effektiver, denn die Studierenden haben nicht den Weg an die Hochschule und tauschen sich permanent online aus“, kann der Ökonom der aktuellen Situation noch Gutes abgewinnen. Er könne zwar nicht sagen, dass er die reine Onlinelehre präferiere: „Für die Zukunft wäre eine Mischung aus beiden Modellen aber sicher ein Vorteil, wenn es zur Lehrveranstaltung passt.“

Veröffentlichung für einen guten Zweck

Mit dem Projekt möchte Peter Bieber seine Studierenden dahin führen, Fachthemen mehr zu hinterfragen, gerade trotz der derzeit sehr schnelllebigen Zeit. Diese Haltung sollen sie mit ihren Texten zum Thema Kapitalismus, wenn möglich auch an ihre Kommiliton*innen weitergeben. „Von Studierenden für Studierende“, so sein Motto. Für ein erstes Fazit zum Projekt ist es aktuell natürlich noch zu früh. „Aber“, meint Peter Bieber, „wir sind auf einem guten Weg!“ Noch ist die Finanzierung der Publikation offen, doch soll das Werk Ende des Jahres an Verkaufsständen ausschließlich an der Hochschule Coburg erhältlich sein. Der Erlös wird einer gemeinnützigen Vereinigung zugutekommen.

Verfasst von Franziska Koch M.A., Marketing und Kommunikation, Der Coburger Weg, Hochschule Coburg