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Workshop-Reihe zu Studium und Berufswelt

Rund 50 Vertreter von Hochschulen und Universitäten aus ganz Deutschland kamen zu einem Workshop an die Hochschule Coburg, um sich über Maßnahmen und Ideen im Bereich fachübergreifender Lehre auszutauschen.

Den Übergang vom Studium in die Berufswelt fließend und erleichternd zu gestalten – wie das gehen kann thematisiert aktuell eine Workshop-Reihe im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Fünf Hochschulen und Universitäten in Deutschland wurden ausgewählt je einen Workshop auszurichten, darunter die Humboldt-Universität zu Berlin, die Hochschule für Musik und Theater Hamburg, die Universität Münster, die Hochschule Kaiserslautern und die Hochschule Coburg. Sie alle legen im Rahmen von Qualitätspakt Lehre Projekten eigene Schwerpunkte auf den Ausbau von Berufsfähigkeit, Praxisbezugs sowie den Übergang Studium-Beruf.

Für den Coburger Workshop mit dem Titel „Berufsfähigkeit steigern: Interdisziplinäre Kompetenzen für die Praxis“ erstellten Dr. Claudia Schlager und Franziska Pfefferkorn Konzept und Programm der zweitägigen Veranstaltung, sie übernahmen zudem die Gesamtorganisation und stimmten sich regelmäßig inhaltlich mit den Co-Ausrichtern ab. „Bei der gemeinsamen Themenkonkretisierung mit den anderen vier Hochschulen waren sich alle Beteiligten sehr schnell einig, dass beim Workshop an der Hochschule Coburg die interdisziplinären Lehrformate des „Coburger Wegs“ und insbesondere die Praxisbezüge der zweisemestrigen Lehrprojekte im Fokus stehen sollten“, so Claudia Schlager.

Den inhaltlichen Einstieg übernahm der Coach und Organisationsberater Eberhard Jung, der insbesondere den Aspekt der fachübergreifenden Kommunikation in den Mittelpunkt rückte. Als Kernstück der von Prof. Dr. Jürgen Krahl moderierten Veranstaltung fungierten insgesamt vier Unterworkshops, die sich mit der Vermittlung fachübergreifender Fähigkeiten, Chancen und Akquise von interdisziplinären Praxisprojekten sowie der Förderung schrift- und fachsprachlicher Kompetenzen beschäftigten. Von den Organisatoren konnten als Workshop-Leiter Prof. Dr. Eberhard Nöfer, Prof. Dr. Eckardt Buchholz-Schuster, Prof. Dr. Marc Krüger, Prof. Dr. Petra Gruner und Dr. Regina Graßmann gewonnen werden.

Auch darüber hinaus bot sich den Teilnehmern viel Raum für den gemeinsamen Ideenaustausch: Poster-Präsentationen ermöglichten es den Gästen, ihre Vorhaben dem Plenum vorzustellen; das Referat Gesunde Hochschule lud zu einer bewegten Kaffeepause ein und der Historiker Dr. Hubertus Habel erkundete mit den Teilnehmern auf einem abendlichen Spaziergang die Stadt Coburg. Und auch die studentische Perspektive kam nicht zu kurz: Studierende der Versicherungswirtschaft und des Bauingenieurwesens sowie zwei Doktorandinnen der FAU Erlangen und des TAC diskutierten vor Publikum ihre Sicht auf fachübergreifende Lehre und berufspraktische Erfahrungen.

Prof. Dr. Buchholz-Schuster hob die besondere Atmosphäre der Tagung in seinen Schlussworten hervor: „Man hat hier das Gefühl, mit Überzeugungstätern zusammen zu sein, die große Aufgeschlossenheit gegenüber interdisziplinärer Lehre mitbringen.“ Um sich auf das Thema Interdisziplinarität einzulassen, brauche es den Mut, aufeinander einzugehen und ein gewisses Maß an Demut, den eigene Standpunkt immer wieder in Frage zu stellen. „Probieren Sie das ein oder andere angesprochene Format in Ihrer Lehre aus“, forderte er seine Kollegen auf. Denn nicht nur Studierende, auch Lehrende sind durch die vielfältigen Maßnahmen zur Stärkung der Berufsfähigkeit an deutschen Hochschulen täglich auf einem Weg des Lernens unterwegs.